Viele Geschichten, eine Lösung!
Zinkpest ist ein umgangssprachlicher Begriff für ein Phänomen, welches vor allem Modellbahnsammlern, die sich mit der direkten Nachkriegszeit beschäftigen, zu schaffen macht. Hierbei handelt es sich um den langsamen, scheinbar ohne äußere Einflüsse stattfindenden Zerfall von Zinkgussteilen. An anderer Stelle ist schon viel über die Zinkpest geschrieben worden. Aus diesem Grunde möchten wir unsere Kommentare zu diesem Thema hier kurz halten.

- Zinkpest - trotz Häufigkeit für viele Sammler ein Phänomen mit zahlreichen Unbekannten
Fest steht: Bei unseren Patienten aus den Jahren 1948 bis 1965 geht das Übel auf verunreinigte und minderwertige Legierungen zurück. Wenngleich die ersten Anzeichen schon Jahrzehnte zurück liegen können, entdecken die meisten Sammler die Bescherung erst, wenn der Zersetzungsprozess bereits weit fortgeschritten ist. Betroffen sind Werkstücke der Legierung Zamak, einem Kunstbegriff aus den Initialen von Zink, Aluminium, Magnesium und Kupfer – gemeinhin als Zink bekannt. Welche Einflüsse nun dazu führen, dass die Schäden früher oder später bzw. häufiger oder auch selten auftauchen, ist an dieser Stelle nicht von Relevanz.

- Das Ende eines Sammlertraums. Zerfallene Pocher Mistral SNCF 7107
Weil oftmals Gussteile, die für jeweils ein Modell verwendet wurden, aus unterschiedlichen Chargen stammen, verläuft der Verfallsprozess bei einem Fahrzeug nicht immer sysnchron. Nachdem zuerst leichte Risse auf das drohende Unheil hinweisen, führt das Fortschreiten des Zerfalls mit gleichzeitigem Verzug, besonders bei Rahmen und Fahrgestellen, zu Funktionsstörungen. Diese treten zuerst entweder im Antriebsbereich oder an den Achslagern auf. Alle Versuche, nun noch etwas zu retten, sind rein kosmetischer Natur.
Wir beschäftigen uns mich nun schon seit Jahren mit diesem Thema. Immer wieder landen missglückte "Restaurationsobjekte" in unserer Werkstatt - und zwar mit dem Resultat, dass diese Verschlimmbesserungen oft zu irreparablen Schäden geführt haben.







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