Problematisch: Pocher Mistral SNCF CC 7107

Zu den herausragenden Modellbahnfahrzeugen der 60er Jahre gehört die Pocher SNCF Mistral Rekordlokomotive CC 7107. Details zur Historie dieses Fahrzeugs finden Sie in unserem virtuellen Modellbahnmuseum.



Fasziniert auch heute noch: Rekord-Lok CC 7107 im SNCF Museum Mulhouse - heute ohne "Mistral-Binde".

Nicht ganz zu Unrecht haftet dieser zu seiner Zeit technisch sehr anspruchsvollen Modell-Lokomotive ein Makel an, der schon sehr vielen Sammlern die Illusion von einer langfristigen Wertanlage genommen hat.

Hierbei handelt es sich um den landläufig als Zinkpest bezeichneten Zerfall der Gussteile. Betroffen sind der Rahmen, die Drehgestelle, die Motorhaube auf dem Dach und seltener die Motorschürze.

Von dem Zerfall nicht bedroht ist das Bleigewicht über der Antriebsachse. Wir haben es dennoch in unser Replika-Sortiment aufgenommen, da dieses Bauteil in zahlreichen Fällen nach dem Zerfall des Rahmens verloren gegangen ist. Gleiches gilt auch für die Motorschürze.




Selbst ein bestens geschütztes Sammlerstück, über Jahre bei konstanter Temperatur in der Originalbox gelagert, wird von der Zinkpest nicht verschont

In den meisten Fällen wird der Schaden am Fahrgestell zuerst sichtbar, da die übrigen Komponenten nicht im Blick des Betrachters liegen. Unabhängig davon kann es aber bei den Rahmenkomponenten bereits zu Dehnungen oder Verformungen gekommen sein. Im fortschreitenden Prozess macht sich das durch Lackschäden und später dann durch feine Risse an den schmalen Außenkanten der Rahmenteile bemerkbar. Wird nicht bereits in diesem Stadium etwas unternommen, besteht die Gefahr irreperabler Sekundärschäden. Hiervon betroffen ist vor allem das empfindliche Kunststoffgehäuse, welches durch Überdehnung im günstigsten Fall verzogen wird, in vielen Fällen aber auch Brüche an den Gewindestiften zur Befestigung auf dem Fahrgestell erleidet.

Ein weiteres Risiko besteht in der Beschädigung der Antriebskomponenten, allerdings verhält es sich hier aufgrund des spröden Gussmaterials eher so, dass die zerbrochenen Gussteile abfallen und damit auch einzelne Komponenten des Antriebs und der Elektrik verloren gehen.

Welches Replikat-Set auf Ihre Lok passt, können Sie anhand unserer Detailbeschreibungen ermitteln.



Die Restaurierung einer Pocher Mistral kein Problem, wenn alle Anbaukomponenten noch vorhanden sind und das Gehäuse nicht beschädigt wurde.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass es keine Regelmässigkeit gibt, nach der die einzelnen Bauteile der Pocher Mistral-Lok von der Zinkpest zerstört werden. Offensichtlich wurden die Gussteile in verschieden Chargen hergestellt und entsprechend montiert. Somit kann es sein, dass nur einige Komponenten augenscheinlich beschädigt sind. Das gilt natürlich auch für die Varianten. Wir haben bereits eine erhebliche Anzahl dieser Loks gesehen und haben zerfallene Legierungen bei allen Baumustern entdeckt.

Aufgrund der für unsere Pocher Replikate verwendeten hochwertigen Zink-Legierung ist eine Betriebssicherheit auf lange Sicht gegeben. Damit sind Nutz- und Sammlerwert gleichermassen sichergestellt.

Aus diesem Grunde giessen wir nur komplette Sets - der puristische Sammler kann allerdings seine Original-Komponenten aufbewahren und damit die Historie der Lok dokumentieren.

Als Spezialisten für diese Lok haben wir in den vergangenen Jahren mit der Restaurierung der Pocher 802/3 in ihren vielzähligen Varianten eine große Erfahrung erlangt.



Nach erfolgreicher Restaurierung entspricht die Mistral wieder dem Auslieferungszustand


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