Motorschild: zentrale Funktionskomponente

- Der zinkpestbedingte Verzug des Motorschilds ist oft die Ursache für Funktionsstörungen der Lok.
Das Motorschild ist eines der wichtigsten und zugleich von der Zinkpest vorzugsweise heimgesuchten Komponenten am Fahrgestell der ME 100er Serie. Im Laufe der Produktionszeit wurden zwei unterschiedliche Ausführungen verbaut.
Zinkguss-Version
Am häufigsten findet man die Ausführung in Zinkguss. Hierbei wurde auf das Metallschild eine kleine Pertinaxplatte genietet. Diese Platte fungiert als Träger für zwei Messinghülsen, die jeweils Kohle und Feder am Kollektor führen. Jeweils eine Spiralfeder und eine aufgeschraubte, vernickelte Messingkappe schließen die Hülsen ab.

- Ein seltenes Exemplar: offensichtlich zinkpestfreies Motorschild. Gut zu erkennen ist die wichtige und seltene Pertinaxplatte auf der Rückseite dieser Komponente.
Duroplast-Version
Erheblich seltener findet man die Kunsstoff-Version des Motorschilds. Hierbei handelt es sich um eine schwarze Duroplast Trägerplatte. Durch zwei Spiralfedern, welche nach aussen offen liegen, werden die Motorkohlen an den Kollektor gedrückt. Laut Battenberg-Katalog wurde diese Variante in der Dreileiter-Wechselstrom-Lok verbaut. Uns sind jedoch auch Zweileiter-Maschinen in dieser Ausführung bekannt. Leider lässt sich nicht mehr nachvollziehen, ob es hierbei um Originale oder spätere Nachrüstungen handelt.

- Das Duroplast Motorschild ist problemlos und funktionssicher.
Hilfe bei Zinkpestzerfall
Was tun bei Zinkpestzerfall des Motorschilds? Wir fertigen ein präzises Replikat dieses Bauteils. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass die aufgenietete Pertinaxplatte heute nur noch sehr schwer zu bekommen ist. Eine dem Original entsprechende Nachfertigung dieses Teils ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaum zu vertreten. Wir liefern das Motorschild komplett montagefertig, reduzieren allerdings den Verkaufspreis bei Anlieferung eines Schadteils im Austausch je nach Zustand.
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