Egger Bahn Messeanlage von 1965

- Im Mittelpunkt der Anlage steht das große Steinwerk mit den Verladeanlagen.
Wir hatten das Glück, eine nicht fertiggestellte Egger-Bahn Messeanlage aus dem Jahre 1965 von einem ehemaligen Egger-Mitarbeiter zu kaufen. Der hohe Kaufpreis und 1000 km Autofahrt waren uns aufgrund der vorhandenen Substanz die die Sache wert. Das Projekt wurde in Angriff genommen und erst einmal für ein Jahr gut eingelagert.
Die Anlage war als Schaustück zur Messepräsentation 1965 geplant. Aufgrund der Umstände, die dann zur Produktionseinstellung bei Egger führte, kam es nicht mehr zur Fertigstellung.
Wir haben das Fragment in einem sehr schlechten Zustand übernommen. Die Holzgebäude waren teilweise fertiggestellt, die Gleise verlegt und die Landschaft in Fragmenten vorhanden. Der fachmännisch Holzrahmen, ierstellte Holzrahmen bildete eine hervorragende Grundlage für eine Restauration - oder besser gesagt für einen (fast) Neuaufbau.

- Die Feldbahn verbindet das Steinwerk mit dem Steinbruch. Ein klassisches Egger-Bahn Thema.
Leitender Gedanke bei der Restauration war es, nur mit Zubehör und Materialien zu arbeiten, die auch in den 60er Jahren zum Modellbaustandard gehörten. Hierzu haben wir Bilder verschiedener Egger-Bahn Schaustücke als Grundlage zu Rate gezogen. Schließlich hatten wir uns allerdings auch ins Lastenheft geschrieben, zwar den typischen Egger-Stil zu wahren, allerdings die Landschaft etwas üppiger zu begrünen, als es vor 40 Jahren üblich war.

- Die Anlage wurde im typischen Egger-Stil restauriert, die Begrünung ist allerdings etwas üppiger
Feldbahnidylle zwischen Steinbruch und Kieswerk
Der geniale Schnitt der Anlage verschafft dem Betrachter von jeder Seite neue Aspekt. Das große Kieswerk, vom Steinbruch durch einen bewaldeten Felsen getrennt, schafft zwei eigenständige Szenarien. Für die 60er Jahre untypisch ist das grosse, massstäbliche Schotterwerk mit Siloturm und Verladeeinrichtung. Die Anlage wurde in den Egger-Werkstätten aus Sperrholz gebaut und durch uns im zeittypischen Stil vollendet. Zur Landschaftsgestaltung haben wir ausschliesßlich Naturschotter verwendet.

- Verladeanlage mit separatem Gleisanschluss. Dieser hat Dioramacharkter und ist nicht mit der Feldbahnstrecke verbunden. Die Normalspurwagen werden auf Rollböcken rangiert
Das Werk ist in einer Richtung über eine Feldbahnstrecke mit dem Steinbruch verbunden, in der anderen Richtung geht die Fahrt über eine kleine Holzbrücke in einen Tunnel. Unterhalb des Anlagenniveaus windet sich die Bahn unsichtbar, bis die Züge im Steinbruch wieder das Tageslicht erreichen. Entlang der oberirdischen Strecke sorgen einige kleine Szenarien für die typische 60er Jahre Atmosphäre.

- Kleine Szenarien beleben die Feldbahnstrecke. Das Busch Freileitungssystem schafft Atmosphäre
Im Steinbruch selbst herrscht rege Betriebsamkeit. Eine Ausweichstelle ermöglicht Zweizugverkehr. Hier werden die Loren über eine Holzrampe beladen. Eine Weiche führt zum Egger-Lokschuppen. Hier werden die kleinen Dieselmaschienen aufgetankt, die Kohlen dienen zum Heizen der Bauhütte.

- Die Vollmer Bauhütte darf auf keinem Steinbruch-Diorama der 60er Jahre fehlen
Um einen störungsfreien Vorführbetrieb durchführen zu können, haben wir einige kleine Kompromisse gemacht. Obwohl wir originale Fahrzeuge aus unserem Fundus einsetzten können, fahren wir im Ausstellungsbetrieb mit Faulhaber-motorisierten Loks - sehr zur Freude der Betrachter. Die Weichen sind mit Conrad-Unterflurantrieben ausgestattet. Die rasenden Originale sind wahrlich keine zuverlässigen Fahrzeuge!
Zur Steuerung können wir ein Fahrpult mit original Egger-Reglern und Schaltern einsetzten oder auf eine moderne Halbwellen-Steuerung zurückgreifen.
Bildergalerie
Die Anlage lebt durch die kleinen lebhaften Szenen am Rande der Strecke.
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