Der Gleisbau nach Plan
Da es unser Ziel ist, die Anlage möglichst authentisch im Stil und mit den Mitteln der 60er Jahre zu bauen, haben wir uns beim Gleisbau an den Plan aus der Arnold rapido Schrift "Gleisanlagen" von 1965 gehalten.
![]() |
Dieser Gleisplan ist die Vorgabe für unser Schauanlagen-Projekt |
Auf den Fachwerk-Rahmen haben wir mit Sperrholz die topografischen Ebenen angelegt und den Erfordernissen des Gleisplans entsprechend die Trassen angelegt. Den Fahrweg haben wir mit 3mm starkem Kork, welcher aus Platten ausgeschnitten wurde, unterlegt. Der Kork bildet das Fundament für eine spätere, leichte Einschotterung und dient zugleich als Geräuschdämpfung. An dieser Stelle sei angemerkt, daß eine Schallunterdrückung, wie sie bei modernen Anlagen heute üblich ist, hier überhaupt nicht angestrebt wird. Vielmehr möchten wir schliesslich die typischen Modellbahngeräusche der vergangenen Jahrzehnte, frei von digitalen Soundmodulen, aufleben lassen. Die Korkbettung haben wir mit Pattex-Kleber auf das Sperrholz aufgebracht.
Gleisverlegung ist Präzisionsarbeit
Für den Fahrweg haben wir nur nahezu neuwertiges original Arnold rapido Gleismaterial verwendet. Das gilt auch für Weichen, Entkuppler und andere Sondergleise. Da ein nachträglicher Austausch nur sehr schwer möglich ist, haben wir auf das Material sehr sorgfältig ausgewählt.
![]() |
Bei der Auswahl des 40 Jahre alten Gleismaterials ist Sorgfalt erforderlich. |
In diesem Baustadium ist natürlich auch schon die Verschaltung der einzelnen Gleisabschnitte zu planen, damit an gegebener Stelle Unterbrechungen durch Isolierverbinder geschaffen werden können. Das Verlegen der einzelnen konfektionierten Gleise erfordert Erfahrung und natürlich Präzison. Wir haben die Gleise ebenfalls mit Pattex auf die Korkbettung geklebt.
![]() |
Die Gleise und Weichen werden präzise auf dem Korkbett verklebt. |
In diesem Baustadium entscheidet sich, ob auf der Anlage später störungsfrei gefahren werden kann, was natürlich besonders für eine Schauanlage gilt. Aus diesem Grunde haben wir während der gleisverlegung immer wieder die Schienenstösse mit einem 4-achs-Wagen überprüft. Das ergebis ist eine tadellose Strecke, die ohne Pannen befahren werden kann.
Um dies überprüfen zu können, folgt nun der nächste Bauabschnitt, die elektrische Verschaltung und der Bau des Steuerpults.





