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Das Fahrgestell der ME 101 im Detail

An dieser Stelle möchten wir stellvertretend für die vielen Detailänderungen, die diese Lok während ihrer Auslieferungszeit erfahren hat, drei Bauart-Varianten vorstellen. Vorab aber noch einige Erläuterungen zum Fahrgestell der ME 101.

Zu den unverkennbaren Merkmalen des Fahrgestells der Stromlinienlok gehören die folgenden Merkmale:

  • Kuppelstange
  • Pertinaxplatte zur Führung der Kuppelstange
  • keine Kupplung an der Vorderseite
  • Gewindestange zur Kupplung des Tenders hinten
  • Führerhausrückwand aus schwarz lackiertem Blech.
  • Stirnbeleuchtung mit einer Glübirne
An diesem Fahrgestell sind alle oben aufgeführten Spezifica der ME 101 zu erkennen

Die weiteren Anbaukomponenten des Fahrgestells haben wir ebenfalls detailliert beschrieben.

siehe Motor, Motorschild

siehe Achslager, Kupplungen

 

Standardrahmen

Dieser Rahmentyp ist die am häufigsten hergestellte Ausführung des Piko ME 101. Es wurde sowohl in der Wechselstromversion als auch als Gleichstromtyp ausgeliefert. Man erkennt dieses Modell an den hammerförmigen Enden mit den entsprechenden Gewinden für die Befestigung des Aufbaus. An der vorderen Seite ist die Seriennurmmer eingeschlagen. Der Standardrahmen ist grundsätzlich nicht lackiert.

Dieser Rahmentyp wird von uns als Replik gefertigt.

Das Standardfahrgestell kommt am häufigsten vor

 

Trapezrahmen

Dieser Rahmentyp wurde bei den ersten Auslieferungen der ME 100er Serie verbaut. Bei diesem Modelll sind die Enden mit den Gewinden für die Gehäuseverschraubung trapezförmig ausgebildet. Dies hatte wohl urspünglich giesstechnische Gründe und entsprach den Erkenntnissen der Zeit. Eine ähnliche Ausprägung findet man z. B. auch bei der Gützold G2. Der Trapezrahmen ist immer mattschwarz lackiert und fast immer von der Zinkpest zerstört oder zumindest angegriffen. Ein Beispiel dafür, dass Farbe nicht vor Zinkpest schützt!

Diesen Rahmentyp bieten wir noch nicht als Replikat an. Eine kleine Serie ist allerdings für die Zukunft geplant.

Fast immer durch Zinkpest angegriffen. Die erste Ausführung in Trapezform

Das Getriebefahrgestell

Ausgesprochen selten ist die Rahmenvariante mit integriertem Untersetzungsgetriebe. Ähnlich ist wie bei BR 71 ist hier in das Fahrgestell auf der Getriebeseite ein kleines Untersetzungszahnrad eingenietet. Es sorgt zwischen Antriebswelle und Kupplungszahnrad  für die Reduzierung der Umdrehungen und damit auch für eine modellgemässe Geschwindigkeiten. Das Getriebefahrgestell haben wir bisher nur in der Trapezform und schwarz lackiert gesehen. Es ist ebenfalls fast immer durch die Zinkpest zerstört.

Diese seltene Variante kennzeichnet den Schritt vom Spielzeug zur Modellbahn

Achsdurchmesser beachten!

Bei der Restaurierung bzw. beim Neuaufbau des Fahrgestells sind die Durchmesser der vorhandenen Achsen zu beachten. Die Achslager sind bei allen Varianten als Messingbüchsen ausgeführt. Diese wurden offensichtlich als massive profile in den Zinkrahmen gepresst. Anschliessend wurden die Durchführungen für die Achsen gebohrt. So sind die auf den ersten Blick nicht zentrierten Durchführungen, welche aber einenpräzisen Kraftschluss zwischen Antriebszahnrad und Rädern sichergstellt werden. Allerdings ist zu beachten, dass sowohl Radsätze mit 3mm Achsen und solche mit 2,5 Durchmesser Verwendung fanden.

Bei der Restaurierung ist der Achsdurchmesser zu beachten


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