Problemfall: Fahrgestell der ME 101
Das Fahrgestell der ME 101 ist auf den ersten Blick typisch für 00-Modellen seit Ende der 30er Jahre, wie sie von verschiedenen Modellbahnfirmen umgetzt wurden. Das Grundprinzip scheint auf den ersten Blick einfach. Die Basis wird durch einen massiven Zinkguss-Rahmen gebildet, in den sämtliche Motor- Antriebs- und elektrische Komponenten integriert sind.

- Solange die Zinkpest sich nicht bemerkbar macht, bewährt sich die solide Technik
Die Konstruktion erinnert einerseits an Trix-Fahrzeuge jener Zeit, auf der anderen Seite sind Anleihen an die 700er Serie von Märklin nicht zu übersehen.
Der Rahmen kam in leicht modifizierten Varianten bei 3 Baureihen zum Einsatz. Neben der Stromlinienlok ME 101 und der Ellok ME 102 wurde auch die 1B1 Lok der BR 71 hiervon abgeleitet.
Dokument der Mangelwirtschaft
Dieses Fahrgestell ist zugleich ein Spiegel der wirtschaftlichen Entwicklung in der DDR der Nachkriegszeit. Während im Westen die Hersteller auf Vorkriesgsentwicklungen aufbauen konnten, mussten hier erst einmal neue Produktions-Strukturen geschaffen werden. Entsprechend wurde das Bauteil durch unterschiedliche Zulieferer und schließlich an verschiedenen Standorten hergestellt.
Bedingt durch die Mangelwirtschaft kamen auch noch unterschiedliche Materialien zur Verarbeitung. Entsprechendsind eine große Zahl an Detailveränderungen zu entdecken, welche kaum zu dokumentieren sind. An dieser Stelle weisen wir auf die Unterschiede zwischen den Systemen und Varianten hin, welche zur Identifizierung der zum Neuaufbau notwendigen Replika erforderlich sind.
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