Gleich- und Wechselstromversionen

Das Fahrgestell wurde in drei unterschiedlichen System-Varianten ausgeliefert. Immer wieder erreichen uns auch Fahrzeuge, welche nachträglich umgebaut wurden. In diesem Zusammenhang interessieren uns allerdings nur die werksseitig ausgelieferten Ausführungen

  • 2-Leiter Wechselstrom
  • 2-Leiter Gleichstrom
  • 3 Leiter Wechselstrom

2-Leiter Wechselstrom

Die Wechselstromlok ist mit einem zuverlässigen Walzenumschalter, der durch Überspannung aktiviert wird, ausgestattet. Das Schaltrad an der Walze kommt sowohl in einer schwarzen Duroplast-Ausführung als auch als Zinkguss-Version vor.

Wechselstromvariante: Walzen-Polwender mit Duroplast-Schaltrad

2-Leiter Gleichstrom

Die Gleichstrom-ME 102 trägt an dieser Stelle einen Selen-Gleichrichter. Die Stromaufnahme erfolgt auf einer Seite über leitende Zinkguss-Räder, auf der anderen Seite über ein Paar Schuhschleifer.

Am Rahmen fehlen der Gleichstromlok die Befestigungen für den Umschalter. Der Gleichrichter wird durch massive Anschlussdrähte in seiner Position gehalten.

Der typische Selen-Gleichrichter war viele Jahre bei den frühen Piko-Loks im Einsatz

3-Leiter Wechselstrom

Die seltenste Systemvariante ist die 3-Leiter Wechselstromausführung. Diese Version verfügt über den bekannnten Walzen-Umschalter. Die Stromaufnahme erfolgt auf der linken Seite über Zinkguss-Räder und einen Mittelschleifer. Angeblich ist ein markantes Merkmal das Motorschild aus Kunststoff. Hierbei werden die Kohlen mit Federn gehalten und sichtbar. Diese Version ist recht häufig, allerdings gibt es die 3-Leiter-Version auch mit Zinkguss-Motorschild.

Bei der Mittelschleifer-Variante liegen die isolierten Kunststoffräder auf der rechten Seite, bei der 2-Leiter Lok auf der Linken.

Original oder Nachgerüstet?

Hersteller-Version oder Eigenbau-Lösung?

Unter den vielen Loks, die wir in den vergangenen Jahren untersucht oder instandgesetzt haben, entdecken wir immer wieder Lösungen, bei denen wir nicht wissen, ob es sich um eine werksseitige Konstruktion oder um einen nachträglichen Umbau handelt. Bei diesem Fahrgestell wurde der Gleichrichter durch eine Messingplatte am Rahmen befestigt. Der Rahmen selbst hat noch die Befestigungen für den Walzenumschalter der Wechselstrom-Version. Diese wurde normalerweise bei Gleichstromrahmen entfernt. Handellt es sich um einen nachträglichen Umbau oder kennt jemand eine solche Version?

Wer weiss mehr? Bitte schreiben sie uns.


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