Das Gehäuse der ME 102 und die Zinkpest
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Ein sicherer Schadens-Indikator: Die Klangprobe |
Das Gehäuse der ME 102 wird angeblich öfter von der Zinkpest angegriffen als jenes der ME 101, hierfür gibt es jedoch keine belegbaren Zahlen. Es sind jedoch noch zahlreiche mehr oder weniger gut erhaltene Stücke, je nach Beanspruchung in den vergangenen Jahrzehnten, erhalten geblieben.
Vorsicht aber bei zu grosser Vorfreude! Nicht jedes optisch noch gut erhaltene Stück ist frei von dem schleichenden Zerfall. Aus diesem Grunde empfehlen wir vor jeder geplanten Restaurierung den sogenannten Glockentest!
Zum Entfernen des Gehäuses müssen die Schraubkappen der Kohlenbüchsen an der linken Gehäuseseite entfernt werden. Anschliessend dann alle vier Puffer abschrauben und das losgelöste Gehäuse an einen Nylonfaden aufhängen. Nun schlägt man mit dem Oberteil eines 8-10er Bohrers - welchen man am unteren Ende zwischen zwei Fingern hält - gegen das Innere des Gehäuses. Hört man nun einen schwingenden Glockenklang, ist das gute Stück in Ordnung, klingt es dumpf und kurz hat das Gehäuse entweder einen Riß oder die Zinkpest hat sich bereits eingenistet. Gehäuse, die es bis heute "geschafft" habe, werden uns für die Zukunft hoffentlich erhalten bleibe. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.
Zerfall in Schritten
Sichtbar wird der Zerfall zuerst an den beiden Frontseiten in Form kleiner Risse, die mit der Zeit immer sichtbarer werden.
Weitere kritische Stellen, an denen man die Entwicklung fühzeitig erkennen kann, sind der Bereich rund um die Überwurfkappen für die Kohlen und die Dachfläche.
Ein erster Indikator für den Beginn der Zinkpest sind kleine Bläschen unter dem Lack, die sich eindrücken lassen. Man kann in diesem Stadium nichts anderes unternehmen, als das Modell bei konstanter Temperatur und unbehelligt von äusseren Einflüssen lagern. damit ist allerdings nur Zeit gewonnen: Der Zerfall geht unaufhörlich weiter!
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Hier haben auch Klebeversuche den Zerfall nicht aufhalten können. |
Mit fortschreitendem Prozess ziehen sich die Risse über das ganze Gehäuse bis schliesslich Teile herausbrechen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, kann man die Entwicklung nicht anhalten und auch nicht reparieren. Das Gehäuse ist unrettbar verloren. Anders sieht es da schon mit dem Fahrgestell aus.
In vielen Fällen sind im Laufe der Zeit aufgrund von Zinkpestschäden, Korrosion oder Verschleiss die Pantografen verloren gegangen. Findige Bastler haben diese dann gegen verschraubten Ersatz getauscht. Die Folge sind heute Löcher auf dem Dach. Hierauf sollte beim Kauf einer ME 102 geachtet werden, da der Wert durch einen solchen Schaden beträchtlich gemindert wird.
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Häufiger Schaden mit beträchtlicher Wertminderung |
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